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Stjepan RAZUM
,
Dr. Stjepan Kožul, Kanoniker des Zagreber
Metropolitankapitels
und erster Präsident des Vereins für die Geschichte des Zagreber
Erzbistums “Tkalèiæ”
Str. 354-358.
Zusammenfassung
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Stjepan Kožul wurde am 15. Dezember 1947 im Dorf Dautan, in der
Pfarrei Nevinac in der Nähe von Bjelovar, geboren. Er war der
Sohn von Grgo und Ivka, geborene Vukoja. Die Grundschule
besuchte er in Dautan (1954-1958) und Nevinac (1958-1962). Als
Alumnus des Erzbischöflichen Priesterseminars für Knaben,
besuchte er das humanistische Gymnasium an der Interdiözesanen
Mittelschule für die Vorbereitung der zukünftigen Priester
(1962-1966). Als Alumnus des Erzbischöflichen Theologieseminars
in Zagreb (1966-1972), studierte er Philosophie und Theologie an
der Katholisch-theologischen Fakultät. Zur selben Zeit besuchte
er auch den Lehrgang aus Archivwissenschaften und Paläographie
im damaligen Archiv Kroatiens, heute Kroatisches Staatsarchiv
(1968). Die Priesterweihe spendete ihm der Erzbischof Franjo
Kuhariæ in Zagreber Metropolitankirche am 27. Juni 1971.
Als Primiziant, im
sechsten-, Pastoraljahr des Studiums, hilft er in mehreren
Pfarreien in ganz Zagreber Erzbistums aus: Èazma
(14.-26.VII.1971), Nevinac (VIII.1971), Davor und Slavonski
Kobaš (VIII.1971), Stara Plošèica, Belec (X.1971), Samarica
(X.1971), Velika Trnovitica (XI.1971), erneut Samarica
(XI.1971), dann Kutina (XII.1971), und Zagreb-Retkovec
(XII.1971-IV.1972).
Als junger Priester
wurde er vom Erzbischof Kuhariæ in der Zentralverwaltung des
Zagreber Erzbistums angestellt. Jahrelang versieht er das Amt
des Notars und Sekretärs bei verschiedenen Körperschaften. Er
war der Schriftführer des Metropolitangerichts für geistliche
Angelegenheiten (1972-1998) und des Erzbischöflichen Gerichts
für kirchliche Ehe und Heirat in Zagreb (1972-1999), sowie
Notar und Sekretär des Zagreber Erzbischöflichen Ordinariats
(1972-1998) und des Bischöflichen Gerichtshofs im
Seligsprechungsprozess für Ivan Merz (1973-1986). Die Stelle des
Notars des Zagreber Erzbischöflichen Ordinariats oder des
Sekretärs des Erzbischöflichen Sekretariats, hatte er fast 26
Jahre inne. Letztlich war er der Notar des Interdiözesanen
Berufungsgerichtes in Zagreb (2000-2005), und heute ist er an
diesem Gericht Richter.
Neben seiner
regelmäßigen Arbeit hat Stjepan Kožul an der
Katholisch-theologischen Fakultät in Zagreb zuerst den
Magistergrad erworben, indem er seine Magisterarbeit “Geschichte
der Pfarrei Nevinac” geschrieben und die Magisterprüfung
abgelegt hat. Dann erlangte er an derselben Fakultät mit seiner
Doktorarbeit “Denkmäler der kirchlichen Kunst auf dem Bjelovarer
Gebiet”, die er am 16. April 1977 verteidigte, die Doktorwürde,
und promovierte am 27. Juni 1977.
Dr. Stjepan Kožul
bekleidet schon 25 Jahre auch das Amt des Metropolitan-Predigers
(1977-2002). In diesen 25 Jahre war die Metropolitankriche an
Sonntagen und Feiertagen als er predigte und die heiligen Messen
um 11,30 zelebrierte, gedrängt voll. Er ist häufig als Prediger
in vielen Pfarreien des Zagreber Erzbistums unterwegs. Während
der 9-jährigen Feier des kroatischen Jubiläums (1976-1984),
hielt er insgesamt 1837 vorbestellte Predigten, Anreden oder
geistliche Erneuerungen auf dem ganzen Gebiet des Zagreber
Erzbistums.
Um das Kulturgut des
Zagreber Erzbistums kümmerte er sich 15 Jahre (1984-1999).
Zuerst war er der Bewahrer (1984-1987), dann der Direktor
des Diözesenmuseums (1987-1999), als auch der Vorsteher des
Amtes für das Kulturgut des Zagreber Erzbistums (1998-1999), und
der Beauftragte in verschiedenen Angelegenheiten bezüglich des
Kulturgutes.
Dr. Stjepan Kožul
wirkte während seines Dienstes als Notar und Sekretär, und
letzlich auch als Kanoniker, in verschiedenen Ausschüssen, Räten
und Kommissionen. In den meisten ist er Mitglied, und in einigen
auch der Sekretär, und das sind: Ausschuss für die Feier des
Heiligen Jahres 1974/75 (1974-1975), Archivausschuss des
Zagreber Erzbistums (1977-1998), Zentrale Ausschüsse für die
Kardinalsfeier der Erzbischofs Franjo Kuhariæ (1983),
Diözesenausschuss für die Feier des Jahres der Maria (1987),
Arbeitsgruppe für die Vorbereitung des Jugendtreffens in Marija
Bistrica (III.-V.1990), Ausschuss für die Vorbereitung der
900-Jahr-Feier des Zagreber Erz/Bistums (1991-), Ausschuss für
die Vorbereitung der Ausstellung “Sakrale Kunst des Zagreber
Erzbistums” (1994), Priesterrat des Zagreber Erzbistums
(1995-2000, 2004-) und Geschäftsausschuss des erwähnten Rates,
Ausschuss für Dienstabschied und -Antritt des Zagreber
Erzbischofs (1997), Ausschuss des Zagreber Erzbistums für die
Vorbereitung des Besuches des Heiligen Vaters Johannes Paul des
Zweiten in Kroatien (V.-X.1998), Rat der Kroatischen
bischöflichen Konferenz für Kultur (1998-1999), Bischöfliche
Kommission für Übernahme und Überprüfung von Dokumenten über
vermutliche Wunderheilung auf Fürbitte des Gottesdieners Ivan
Merz (2000), sowie Ausschuss für das Begräbnis des Erzbischofs
und Kardinals Franjo Kuhariæ (2002). Ausserdem, war er auch als
Geistlicher des Chores für die heilige Musik (Collegium pro
musica sacra) (1.X.1978-1.X.1982), Hausverwalter des
Erzbischöflichen Hofes (1981-1998), Schätzer des gesammelten
Materials im Seligsprechungsprozess des Gottesdiener und
Kardinals Alojzije Stepinac (V.-XI.1992), und Spender der
heiligen Firmung, sowie als Vollstrecker des Testaments des
Erzbischofs und Kardinals Franjo Kuhariæ (2002), tätig.
Er ist Lehrer am
Katecheten-Institut der Katholisch-theologischen Fakultät der
Universität in Zagreb (1993-1998) und gelegentlicher
Vortragender am Institut für die theologische Kultur der Laien
der Katholisch-theologischen Fakultät (1995-1998). Der Rat der
Katholisch-thologischen Fakultät erkannte ihm auf der Sitzung
vom 27. November 1994, die Habilitation für den Titular- oder
Privatdozenten der Katholisch-theologischen Fakultät der
Universität in Zagreb, an, und das am Lehrstuhl für
Kirchengeschichte.
Er ist Mitglied der
Gesellschaft “Brüder des kroatischen Drachen” seit ihrer
Erneuerung (1990). In der Gesellschaft versieht er das Amt des
Meister-Kaplans (1993-2001), und ist auch Mitglied des
Meisterkollegiums (25.IV.1993-28.IV.2001). Im Jahr 2001 wurde er
zum Mitglied des Areopags des Drachen gewählt, und so hat er als
Areopagit, am Hauptkollegium der Gesellschaft 3 Stimmen.
Dr. Stjepan Kožul ist
Präsident des Verwaltungsausschusses des Vereins für die
Geschichte des Zagreber Erzbistums “Tkalèiæ” seit seiner
Gründung am 23.V.1996 bis heute, das heißt für die ersten zwei
5-jährigen Zeitabschnitte. Er ist auch Präsident des Vereins als
solchen, und das seit 23. April 1998 bis heute, sowie Mitglied
der Redaktion des Jahrbuches “Tkalèiæ” (16.XII.2003-).
Nach 25 Jahren des
Sekretärdienstes im Erzbischöflichen Sekretariat, wurde Dr.
Stjepan Kožul Kanoniker des Zagreber Matropolitankapitels
(1997-). Zum Kanoniker wurde er vom Erzbischof und Kardinal
Franjo Kuhariæ, kurz vor der Übergabe seines erzbischöflichen
Dienstes an seinen Nachfolger, ernannt. Seit 1998 wohnt er im
Kanonikalhof, in Kaptol Nr. 6. Innerhalb des Kapitels hat er das
Amt des Kanoniker-Kantor (1999-), sowie des Archidiakons im
Bjelovar-Kalniker Archidiakonat (2001-), inne. Als Archidiakon
betreut er 40 Pfarreien, die in fünf Dechanate dieses
Archidiakonats eingeteilt sind: Bjelovar, Križevci, Vrbovec,
Cirkvena, Zelina. Im November 2002, und dann im Januar, März,
April und Mai 2003, besuchte er alle Pfarreien seines
Archidiakonats.
In letztem Jahrzehnt
arbeitete er mit dem Kroatischen Fernsehen zusammen, das einige
kurze Beiträge über seine Bücher “Denkschrift für die Opfer der
Liebe des Zagreber Erzbistums” und “Terra combusta” aufgenommen
hat, und an einigen Dokumentarsendungen hat er unmittelbar
teilgenommen und in ihnen gesprochen.
Dr. Stjepan Kožul ist
der Autor von mehreren Büchern, die 1989, 1992, 1994, 1998,
1999, 2001, 2004 und 2005 veröffentlicht wurden, und wirkte in
einigen der anderen Autoren auch mit (1991, 1995-1999, 2003,
2004). Aber seine schriftliche
Tätigkeit kommt am meisten zum Ausdruck in seiner ergiebigen
Arbeit für verschiedene Zagreber Zeitschriften: “Službeni
vjesnik Nadbiskupije zagrebaèke” (Amtsblatt des Erzbistums in
Zagreb, 1973-1997), beziehungsweise
“Službeni vjesnik Zagrebaèke nadbiskupije” (Amtsblatt des
Zagreber Erzbistums, 2002, 2005), “Sveta Godina. Obnova i
pomirenje” (Heiliges Jahr. Erneuerung und Versöhnung,
1974), “Croatica Christiana periodica” (1978-1988, 1998),
“Bogoslovska smotra” (Theologische Zeitschrift, 1981,
1984), “Ja sam s vama” (Ich bin bei Euch, 1981-1983), “MI
- list mladih” (WIR-Jugendblatt, 1987, 1990, 1997, 2001),
“Glas Koncila” (Stimme des Konzils, 1990, 2004), “Sluga
Božji Alojzije Stepinac. Glasnik Postulature” (Gottesdiener
Alojzije Stepinac. Verkünder der Postulatur, 1996-1997),
“Tkalèiæ. Godišnjak Društva za povjesnicu Zagrebaèke
nadbiskupije” (Tkalèiæ. Jahrbuch des Vereins für die
Geschichte des Zagreber Erzbistums, 1997-2006), “Most” (Brücke,
1997), “Hrvatski domobran” (Kroatischer Landwehrmann,
1999), “Maruliæ” (2000-2006), Bjelovarer Wochenblatt “Novi
Bjelovarac” (Neuer Bjelovarer, 1999, 2004), “Službeni
vjesnik Varaždinske biskupije” (Amtsblatt des Varasdiner
Bistums, 2004), “Hrvatsko slovo” (Kroatische Letter,
2004), “Milosti puna” (Voll der Gnade, 2005), “Crkva na
kamenu” (Kirche auf dem Stein, 2005), “Službeni vjesnik
Požeške biskupije” (Amtsblatt des Požeganer Bistums,
2005), sowie “Naša katedrala” (Unserer Dom, 2006).
In zwei Beilagen im
Buch sind alle zwischen 1973 und 2006 veröffentlichten Arbeiten
und Gespräche von Dr. Kožul, verzeichnet, insgesamt sind es hier
956, als auch alle Artikel und Bücher, in denen er, egal in
welcher Form und Rolle, erwähnt wurde. Übersetzung
Danijela Marjaniæ.
(Objavljeno u knjizi „Dr.
Stjepan Kožul, kanonik Prvostolnoga kaptola zagrebaèkog i prvi
predsjednik Društva za povjesnicu Zagrebaèke nadbiskupije
“Tkalèi攓, 2006.) |