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Nela TARBUK,
Nekadašnji glavni oltar iz župne crkve Bl.
Dj. Marije Kraljice svete Krunice u Remetincu
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Str. 135-152.
Sažetak
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U članku
je riječ o glavnom oltaru Bl. Dj. Marije Kraljice svete Krunice
iz nekadašnje franjevačke crkve u Remetincu kraj Novog Marofa.
Danas se oltar nalazi u Muzeju za umjetnost i obrt u Zagrebu.
Oltar se sastoji od gotičkog retabla iz XV. stoljeća i kasnije
dodanog manirističkog okvira u XVII. stoljeću. Na temelju
formalne i stilske analize oba dijela oltara, autorica postavlja
novu dataciju gotičkog dijela oltara i eventualnog kiparskog
kruga iz kojeg je oltar proizašao. U analizi manirističkog
dijela oltara s pripadnim kipovima napominje njihovu srodnost s
grupom kipova također iz fundusa muzeja u kojima se prepoznaje
ruka istog anonimnog pokrajinskog majstora. Nadalje se govori o
povijesti oltara, njegovoj devastaciji pri restauraciji
remetinečke crkve, te njegovom spašavanju dopremom u Muzej za
umjetnost i obrt. Ističe se njegova izuzetna spomenička
vrijednost s osobitim naglaskom na spoj gotičkog dijela s tada
suvremenim manirističkim. Time je potvrđeno uvažavanje
vrijednosti starijeg artefakta, a njegovim uklapanjem u novi,
postignuta je uspješna simbioza dvaju stilova.
Ključne
riječi: Remetinec, franjevački red, kiparstvo, oltar,
gotika, tamni stil, manirizam.
Zusammenfassung:
Der einstige Hauptaltar der Pfarrkirche der Hl.
Maria, Königin
des Rosenkranzes in Remetinec.
In den
Räumen für kirchliche Kunst des Museums für Kunst und
Kunstgewerbe in Zagreb ist der Hauptaltar der ehemaligen
Franziskanerkirche in Remetinec bei Novi Marof ausgestellt. Er
setzt sich zusammen aus einem gotischen Mittelstück, dem Rest
eines gotischen Altars aus dem 15.Jh. und der monumentalen
Umrahmung eines mit Statuen und Ornamenten reich geschmückten
Altars aus dem 17. Jahrhundert.
Von
besonderem Interesse ist der gotische Altar mit der Hauptfigur
der Maria mit dem Jesuskind im Mittelpunkt dieses Altars, da es
sich hier, mit Ausnahme eines ähnlichen Altarfragments in der
ehemaligen Paulineslirche in Remete, um den einzigen erhaltenen
gotischen Altar in Kontinentalkroatien handelt.
Der Altar
verkörpert den Typus eines Flügelaltars wie sie für das 15. und
16. Jahrhundert in Mitteleuropa üblich waren. Dieses
Altarfragment mit der Mittelfigur der Maria mit dem Jesuskind,
umgeben von vertikalen Abschnitten mit den kleinen Figuren von
weiblichen Heiligen, Evangelisten und Kirchenvätern, gehört nach
seinen morphologisch-typologischen Merkmalen jener Richtung der
gotischen Bildhauerkunst an, die nach dem weichen Stil auftritt
und als «dunkle Zeit» bezeichnet wird, deren Anfänge noch in das
vierte Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts fallen. Es ist eine Zeit
in der sich eine neue künstlerische Ausdrucksweise formiert, als
deren Urheber der österreichische, aus Kaschau in der Slowakei
gebürtige, Bildhauer Jakob Kaschauer gilt. Anstelle des weichen
Stils führt er eine naturalistische Darstellungsweise ein, die
offenbar unter dem Einfluß der Kunst der Niederlande steht.
Verwandte Züge trägt auch die Darstellungsweise des Ulmer
Bildhauers Hans Multscher. Anhand der formal-stilistischen
Analyse und dem Vergleich mit ähnlichen Kunstwerken datieren wir
den Altar in die fünfziger Jahre des 15. Jahrhunderts.
Entstanden ist er im Umfeld der Bildhauerkunst Jakob Kaschauers,
beziehungdweise unter dem Einfluß Multschers und der Bildhauerei
in Salzburg. Der manieristische Altar, der das gotische Fragment
umgibt, wurde 1666 von dem Vizekapitän der Militärgrenze von
Križevci, Nikola Makar und seiner Frau Anna Maria Jurčin
errichtet, wie die Inschrift mit Wappen und Jahreszahl am Altar
aussagt. Die Konstruktion dieses Altars ist flach, noch auf die
Art der Renaissance konstruiert. Jedoch die charakteristische
Knorpelwerkornamentik ist typisch für den Manierismus, der auch
in den Proportionen des Altars, sowie auch im Verhältnis der
tragenden und getragenen Altarteile zutagetritt. Dieser
manieristische Altar mit den Figuren der Apostel Petrus und
Paulus ist das Werk eines einheimischen regionalen
Bildschnitzers dessen Werke auch in der Pfarrkirche von Kraljev
Vrh bei Donja Stubica vertreten sind, die sich jetzt ebenfalls
im Museum für Kunst und Gewerbe in Zagreb befinden.
Der Altar
von Remetinec ist ein Werk von unschätzbarem Wert in dem zwei
Stilarten harmonisch zusammengewachsen sind, als Zeugnis der
Achtung, die der Meister sowie auch Besteller des Altars dem
Mittelteil im damals schon veralteten gotischen Stil
entgegenbrachten. Ohne die gotischen Formen zu imitieren,
entstand im damals vorherrschenden manieristischen Stil ein
Werk, das von Fachleuten die seine Vorzüge erkannten, nach fast
dreihundert Jahren vor dem Verfall gerettet und ins Museum
gebracht wurde. Der Altar stand als bemerkenswertes Exponat in
allen ständigen Ausstellungen des Museums für Kunst und Gewerbe
in Zagreb, wo er auch heute zu sehen ist.
(Objavljeno u
zborniku „Patačići od Zajezde i crkva u Remetincu“,
2006.) |